Geht doch… 2: Verbreiterung Gemeinsamer Geh- und Radweg am Müggelseedamm Richtung Hirschgarten und andere Baustellen

Angenehm, barrierefrei und sicher für Fuß- und Radverkehr – cc-by-sa-4.0; Stg-TK des adfc-berlin

Bereits 2018 haben wir sie gefordert, im Juli wurde sie offiziell angekündigt und nun ist es vollbracht: Die Radwegverbreiterung Müggelseedamm von Charlotte-E.-Pauly-Straße Richtung Fürstenwalder Damm ist abgeschlossen und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Vorher ein deutlich untermaßiger Geh- und Radweg mit viel Konfliktpotential auch zwischen Fuß- und Radverkehr und der regelmäßigen Notwendigkeit, die Fahrbahn zu verlassen um Zusammenstöße zu vermeiden. Jetzt ein naturnaher Weg mit Erholungswert für Alle.

Insofern vielen Dank an die umsetzende Bezirksverwaltung und die ausführenden Bauarbeiter selbst! Mögen der Asphalt lange halten, der Winterdienst pünktlich sein und Wurzelschäden zeitnah beseitigt werden.

Apropos Bauarbeiten: Bei der Führung von Fuß- und Radverkehr in den Baumonaten ist noch deutlich Luft nach oben. Statt beispielsweise den Geh- und Radweg auf der anderen Straßenseite in beide Richtung als gemeinsamen Geh- und Radweg temporär freizugeben, wurde der Radverkehr schlicht auf die Fahrbahn in den Mischverkehr auch mit Bussen bei 50 km/h gelenkt. Dass allenfalls hartgesottene Radfahrer dieser Aufforderung folgten, dürfte eigentlich niemanden überraschen. Ebenso wurde der aus dem Wald kommende Fuß- und Radverkehr nicht beachtet.

Im Ergebnis ärgerten sich die Bauarbeiter regelmäßig über das temporäre Benutzungsverbot nicht beachtende Fußgänger und Radfahrer, was sie uns sehr deutlich kommunizierten. Hier praxisnahe Umleitungen zu planen und auszuschildern ist ein wichtiges Desiderat für die Zukunft.

Dies gilt auch für andere Baustellen im Bezirk – so ist beispielsweise die überbezirkliche Radroute „Ostring“ TR 7 auf der Hämmerlingstraße von Friedenstraße in Richtung Seelenbinderstraße Einbahnstraße und damit seit Wochen schlicht unterbrochen. Sie ist mit einem allgemeinen Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge versehen – ohne Umleitung oder einem leicht möglichen „Radverkehr frei“. So etwas auf einer regulären Hauptverkehrsstraße – undenkbar.

Radroute mit Hindernissen – Durchfahrtsverbot in der Hämmerlingstraße – cc-by-sa-4.0; Stg-TK des adfc-berlin

Doch auch im Bereich des Müggelseedamms gibt es noch einige Ärgernisse im Zuständigkeitsbereich der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zu beseitigen – von der Bettelampel Müggelseedamm Ecke Fürstenwalder Damm über die untermaßigen und voll in der Dooringzone verlaufenden Angebotsstreifen auf dem Müggelseedamm zwischen Charlotte-E.-Pauly-Straße und Bölschestraße bis hin zur Freigabe und Anbindung des nun ausgebauten gemeinsamen Geh- und Radweges von Hirschgarten in Richtung Friedrichshagen – um nur ein paar Baustellen zu nennen. Der neue gemeinsame Radweg könnte aber Vorbildcharakter entwickeln – vielleicht auch für den Fürstenwalder Damm zwischen Stillerzeile und Müggelseedamm?

Wir freuen uns jedenfalls über jeden Fortschritt in Richtung einer menschengerechten Mobilität auch in Treptow-Köpenick. Auf dem Weg dahin mag unser Weißbuch Radverkehr mit verschiedenen zuständigen Ansprechpartnern hilfreich sein.

Demo für geschützte Radstreifen an der B94A: Manchmal wird aus Wünschen Realität – cc-by-sa-4.0; Stg-TK des adfc-berlin

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