Bericht aus der AG Radverkehr TK vom 24.8.2020: Unsere Fragen – und die Antworten des Bezirksamtes.

Zwischen Skylla, Charybdis und dem Ordnungsamt – Radfahrerkontrolle auf der Dammbrücke

Unser Vertreter zur AG Radverkehr im Rathaus Treptow hatte einige Fragen im Gepäck, die uns teils selbst auf den Nägeln brannten und die teils von Außen an uns herangetragen worden waren. Hier gibt es in knappster Form die Antworten.

Das offizielle Protokoll mit der Präsentation des Tiefbauamtes zu aktuellen Bauvorhaben als offiziellen Tagesordnungspunkt wird wohl noch etwas auf sich warten lassen (das letzte auf der Webseite der AG Radverkehr TK stammt von Juni 2019). Anwesend waren u. a. Stadtrat Hölmer, Herr Papst und Herr Burdinski sowie Frau Schaar vom Straßen- und Grünflächenamt (Tiefbau) sowie Vertreter von NfTK, VCD, infravelo und der Stadtteilgruppe des ADFC.

Unsere Fragen und die Antworten:

1. Zur Positionierung der Baken auf der Popup Bike Lane Adlergestell neben dem Markierungsstreifen, wodurch die befahrbare Fläche deutlich geschmälert wird:
Laut Herrn Papst genau nach Vorschrift, aber auch der Stadtrat Höllmer hat schon erkannt, dass Überholen da schwierig ist.

2. Zur möglichen Verlängerung der Popup Bike Lane B96a:
In Richtung Grünau gibt es eine Planung bis zur Köpenicker Str., Umsetzung vermutlich noch im 4. Quartal – Verlängerung bis Baumschulenweg ist bisher nicht geplant.

3. Kontrollen des Ordnungsamtes auf der Dammbrücke an der Altstadt Köpenick (kurz nach Einführung des neuen Bußgeldkataloges mit deutlich erhöhten Strafen für das Befahren des Gehweges). Dort gibt es keinen Hochbordradweg mehr und die Radfahrer haben die Wahl zwischen Kopfsteinpflaster, Tramschienen (mit regelmäßigen Eigenunfällen) und ebend dem Gehweg:
Das Problem ist erkannt (die Kontrollen hat das Ordnungsamt veranlasst, da gibt es wohl auch unter den Ämtern unterschiedliche Meinungen, wo man kontrollieren müsste). Der Stadtrat wünscht sich auch eine andere Lösung dort, als die Radfahrer auf die Straße zu schicken, aber glattes Pflaster wäre recht teuer, Asphalt ginge wegen Denkmalschutz nicht.

4. Gibt es die Möglichkeit, weitere Fahrradplanerstellen für TK einzurichten und zu besetzen, wie es Friedrichshain-Kreuzberg vormacht?
Der Bezirk hat zwei Stellen, die sind besetzt, mehr kriegt er nicht – sie wissen auch nicht, wie XHain das macht.

Auf der parlamentarischen Radtour 2020 im Anschluss an die Sommerradtour der Stiftungsprofessuren Radverkehr am 28.9. haben wir die Gelegenheit genutzt, und Hrn. Weisbrich, den Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes von Friedrichshain-Kreuzberg, danach gefragt. Er hat zugesagt, gern alle Fragen des Bezirksamtes TK bzgl. Einrichtung und Besetzung von entsprechenden Stellen zu beantworten.

5. Die Führung der Y-Trasse (aus aktuellem Anlass, Machbarkeitsstudie der infravelo) – Diskussion ob Görlitzer Bahndamm (Präferenz von InfraVelo und der verbandlichen Radnetzplanung) oder Kiefholzstr. (Präferenz des Bezirksamtes) besser ist?
Der Bahndamm ist an den Brücken zu schmal für einen 4m breiten Radschnellweg + Fußgänger und bindet Kiez schlecht ein. Dagegen hat die Kiefholzstr. viele Kreuzungen, hier kann von einem Radschnellweg kaum noch gesprochen werden. Als dritte Möglichkeit möchte XHain evtl. eine Wiedererrichtung der Wiener Brücke als Fahrrad- und Fußgängerbrücke, was einen deutlich anderen Routenverlauf zur Folge hätte.

Schließlich hat sich Herr Stadtrat Hölmer gewünscht, dass weiter so viele Anregungen von den Aktiven insbesondere in Hinblick auf fehlende Radabstellanlagen und Gefahrenstellen kommen. Wer das Bezirksamt in dieser Hinsicht unterstützen möchte, findet in unserem Weißbuch Radverkehr zuständige Ansprechpartner.

Wer uns darüber hinaus für das nächste Mal Fragen mitgeben möchte, erreicht uns unter kontakt@adfc-tk.de

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