Mein täglich Fahrrad

Eine Glosse von Andreas Paul

Vor 2 Wochen noch hat Corona alle Schlagzeilen beherrscht – jetzt ist es der Konflikt in der Ukraine. Wenn ich dann noch an die drohende Klimakatastrophe und alle anderen Probleme denke, wird mir ganz schlecht.
Mein tägliches Doomscrolling macht dieses Gefühl auch nicht besser.

S. hat mir erzählt, das in Kriegszeiten Fährräder oft die einzigsten Verkehrsmittel waren, die nach einer gewissen Zeit noch zuverlässig für die Zivilbevölkerung zur Verfügung gestanden hatten.

Ich bin jedenfalls sehr froh, das ich täglich Fahrradfahren kann, denn der ständige Adrenalindruck beim Autofahren würde mein Gefühl noch verschlimmern. Fahrradfahren ist Balsam, es ist Ruhe, es ist Besinnung und eine angenehme Konzentration auf Weniges.


„Das Leben ist wie Radfahren. Du fällst nicht, solange du in die Pedale trittst.“ 
(Claude Pepper, US-amerikanischer Jurist und Politiker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.