
Unsere politische Radtour startete am 22.8.26 um 14 Uhr am Hegemeisterweg mit Vertreterinnen vom ADFC Treptow-Köpenick und der Parteien CDU, Grüne, Linke, SPD und Volt. (Foto: cc-by-sa-4.0, Ingo Krehl)
Die Aktiven des „Allgemeinen Deutschen Fahrradclub“ aus Treptow-Köpenick hatten die Vertreter aller demokratischen Parteien eingeladen – mit dabei waren:
Dustin Hoffmann (CDU), Charlotte Steinmetz und Claudia Leistner (Grüne), Clemens Kluck und André Schubert (Linke), Susanne Barthelmes und Paul Bahlmann (SPD), Hendrik Schäfer (Volt).
Nachdem der erste Termin am 27. Juni wegen der enormen Hitze abgesagt werden musste (es waren 40 Grad), fuhren wir bei angenehmen 20 Grad auf Fahrrädern quer durch den Bezirk – von der Bezirksgrenze zu Lichtenberg bis nach Johannisthal.
Nach der Begrüßung durch Andreas Paul wurden an drei Stationen zentrale Fragen rund um Tourismus, Gesundheit, Wirtschaft und Mobilität diskutiert. Dabei wurde deutlich: gerade in Schöneweide und Johannisthal fehlt es weiterhin an einer durchgängigen und sicheren Radinfrastruktur, um den Bezirk komfortabel und sicher mit dem Fahrrad durchqueren zu können.
Am Rathenauplatz, in unmittelbarer Nähe der HTW Berlin, ging es um die Bedeutung von Wirtschaft und Wissenschaft
für den Bezirk und die damit verbundenen Mobilitätsbedürfnisse. Sichere Radwege sind hier besonders wichtig, da viele Studierende und Beschäftigte täglich mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Im weiteren Verlauf Richtung Bahnhofsvorplatz Schöneweide stand die Mobilität im Mittelpunkt. Diskutiert wurden unter anderem die Themen induzierter Verkehr, die Verteilung des Straßenraums und die Frage, wie mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr geschaffen werden kann. Das Beispiel des Fahrradstreifens auf der B96a zeigte, wie umkämpft und zugleich notwendig sichere Radverbindungen sind. Auch Tempo 30, die BI Langsamerstraße und Konflikte um das Parken kamen zur Sprache.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Fahrradparkhaus Schöneweide. Sichere und komfortable Abstellmöglichkeiten sind ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende – reichen allein aber nicht aus. Wo Radinfrastruktur fehlt und Flächen weiterhin vor allem dem Autoverkehr und Parken vorbehalten bleiben, entstehen Lücken im Radverkehrsnetz. Besonders auffällig war dies an der gefährlichen Kreuzung Michael-Brückner-Straße/Sterndamm.
Die Tour hat exemplarisch gezeigt: Der Bezirk braucht gerade in Schöneweide und Johannisthal eine konsequente, sichere und durchgängige Radinfrastruktur – und eine gerechtere Verteilung des öffentlichen Raums.
Trotzdem sich die Parteivertreter mitten im Wahlkampf befinden, gab es einen konstruktiven Dialog und gute Impulse für eine künftige Zusammenarbeit.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden für die angenehmen Stunden.






Alle Fotos: cc-by-sa-4.0, Ingo Krehl. Ein herzlichen Dank an Ingo!





Schreibe einen Kommentar